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Rückblick auf das ARMO Executive Forum 2026

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Daan Buitenhuis

Communication

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Wouter und Marthijn vertraten Pentas auf dem ARMO Executive Forum in Belfast. Während dieser internationalen Veranstaltung kamen Fachleute der Rotationsguss-Branche zusammen, um Wissen und Erfahrungen über die neuesten Entwicklungen der Branche auszutauschen.

Table of contents

    An zwei Tagen standen Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und moderne Werkstoffe im Mittelpunkt. Die Vorträge und Unternehmensbesuche zeigten, wie sich die Rotationsguss-Industrie kontinuierlich weiterentwickelt und wie neue Technologien zunehmend Einzug in die tägliche Produktion halten.

    Fast 40 Jahre Forschung im Rotationsguss

    Die Konferenz begann mit einem Rückblick auf nahezu vier Jahrzehnte Forschung im Bereich Rotationsguss an der Queen’s University Belfast. Paul Nugent, Alvin Spence und Mark Kearns führten die Teilnehmer durch wichtige Entwicklungen wie den Rotolog, Prozessüberwachung und Simulationsmodelle. Diese Innovationen haben maßgeblich zur weiteren Professionalisierung der Rotationsguss-Branche weltweit beigetragen.

    Eines der interessantesten Praxisbeispiele zeigte, wie Virtual Reality genutzt wird, um komplette Produktionsanlagen digital zu planen, noch bevor die erste Maschine installiert wird. Dadurch können Bediener bereits in einer frühen Phase Materialfluss, Ergonomie und Produktionseffizienz optimieren.

    Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung

    Nachhaltigkeit war an beiden Konferenztagen ein zentrales Thema. Ronny Ervik (Norner) gab Einblicke in die sich schnell entwickelnden europäischen Vorschriften zu Kreislaufwirtschaft, dem Einsatz recycelter Materialien und der Einführung des Digital Product Passport. Die Botschaft war eindeutig: Nachhaltigkeit entwickelt sich von einer freiwilligen Zielsetzung zu einer gesetzlichen Verpflichtung.

    Auch Materialentwicklungen standen im Fokus. Eric Maziers (TotalEnergies) präsentierte neue Werkstoffe für den Rotationsguss mit 60 % Post-Consumer-Rezyklat, die eine Leistung auf dem Niveau herkömmlicher Neuware bieten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Verfügbarkeit hochwertiger recycelter Roto-Grade-Materialien auch in den kommenden Jahren eine der größten Herausforderungen der Branche bleiben wird.

    Neue Werkstoffe und intelligenteres Produktdesign

    Neben der Nachhaltigkeit war die Materialinnovation ein weiteres zentrales Thema. Nick Henwood (Matrix Polymers) zeigte, dass die Wahl zwischen Trockenfärbung und Compound-Färbung einen deutlich größeren Einfluss auf die Endprodukteigenschaften hat, als häufig angenommen wird. Bestimmte Pigmente können die Schlagfestigkeit erheblich reduzieren, weshalb Materialkompetenz und umfangreiche Tests unerlässlich sind.

    Jake Kelly Walley (Matrix Polymers) präsentierte die neuesten Entwicklungen rund um Polyamid PA6 für Anwendungen in der Automobilindustrie, Energiespeicherung und Wasserstoffsystemen. Mithilfe eines einfachen Vergleichs zwischen einer Schüssel Reis und einer Schüssel Spaghetti veranschaulichte er anschaulich, wie die Struktur von Polymerketten die Materialeigenschaften beeinflusst.

    Auch die Produktentwicklung erhielt große Aufmerksamkeit. Joe Butterfield zeigte, wie parametrisches Design die Entwicklungszeit neuer Produkte erheblich verkürzen kann. Tony Short betonte, dass Fertigungsaspekte bereits in der Produktentwicklungsphase berücksichtigt werden sollten.

    Praktische Verbesserungen in der Produktion

    Neben technologischen Innovationen befassten sich mehrere Vorträge mit praktischen Verbesserungen in Produktionsprozessen. Stoner Molding Solutions zeigte, wie vergleichsweise einfache Optimierungen bei der Formreinigung, dem Einsatz von Trennmitteln und einer konsequenten Prozessdisziplin die Produktqualität verbessern, das Entformen erleichtern und die Zykluszeiten verkürzen können.

    Przemyslaw Orlik sprach über die Bedeutung stabiler Produktionsprozesse und die Rolle von Notstromsystemen, während Matt Bushman die Unterschiede zwischen Blasformen und Rotationsguss erläuterte und die Stärken beider Fertigungstechnologien hervorhob.

    Oliver Wandres (MAUS) zeigte, wie Automatisierung zunehmend sowohl in elektrische als auch in konventionelle Rotationsguss-Prozesse integriert wird. Dr. Paula Orcutt betonte, dass operative Exzellenz nicht allein von Technologie abhängt, sondern mit Führung, täglichen Gewohnheiten und einer starken Teamkultur beginnt.

    Besuch des Advanced Manufacturing Innovation Centre

    Der zweite Konferenztag begann mit einem Besuch des Advanced Manufacturing Innovation Centre (AMIC) an der Queen’s University Belfast. Mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Pfund spielt dieses Innovationszentrum eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung moderner Fertigung. Moderne Produktionstechnologien, Robotik, Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden hier zusammengeführt, um Forschungsergebnisse in praktische industrielle Anwendungen zu überführen.

    Während des Besuchs erhielt insbesondere das Konzept des Digital Twin große Aufmerksamkeit. Mehrere Rotationsguss-Maschinen sind Teil einer vollständig vernetzten Produktionsumgebung, in der Daten kontinuierlich erfasst, analysiert und in wertvolle Produktionsinformationen umgewandelt werden.

    Diese Entwicklung passt hervorragend zur Ausrichtung von Pentas. Innerhalb von Pentas spielen vernetzte Maschinen, KI-Anwendungen und datenbasierte Dashboards eine immer wichtigere Rolle bei der Optimierung von Produktionsprozessen.

    Digitale Zwillinge und die Fabrik der Zukunft

    Die Digitalisierung war eines der zentralen Themen der Konferenz. Johan Potargent zeigte, wie Digitale Zwillinge, Simulationen und datengetriebener Rotationsguss Herstellern helfen, ihre Produktionsprozesse besser zu verstehen, vorherzusagen und zu optimieren.

    Dr. Gareth McDowell und Dr. Nick Henwood befassten sich eingehender mit dem Kühlprozess im Rotationsguss. Sie zeigten, dass die Kühlung nach wie vor zu den komplexesten Variablen im Fertigungsprozess gehört und dass ein besseres Verständnis dieses Prozessschritts direkt zu höherer Produktqualität und einer stabileren Produktion führt.

    Der abschließende Vortrag von Mark Kearns verband viele der Konferenzthemen und zeigte, wie die fortschreitende Digitalisierung des gesamten Rotationsguss-Prozesses zunehmend Realität wird.

    Die Zukunft des Rotationsgusses

    Während der beiden Konferenztage wurde eine Botschaft immer wieder deutlich: Die Zukunft des Rotationsgusses wird zunehmend durch die Kombination aus Digitalisierung, Automatisierung, Simulation, modernen Werkstoffen und Prozesskontrolle geprägt.

    Für Pentas bestätigen diese Entwicklungen, dass sich die Branche rasant weiterentwickelt und viele Innovationen den Sprung von der Forschung in die industrielle Praxis schaffen. Gleichzeitig passen viele der vorgestellten Entwicklungen hervorragend zu den Projekten, an denen Pentas täglich in den Bereichen KI, vernetzte Maschinen, datengetriebene Fertigung und Prozessoptimierung arbeitet.

    Neben dem technischen Programm boten beide Tage wertvolle Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der internationalen Rotationsguss-Branche. Damit erwies sich das ARMO Executive Forum 2026 nicht nur als hervorragende Quelle neuer Erkenntnisse, sondern auch als inspirierende Veranstaltung, bei der Zusammenarbeit und Innovation im Mittelpunkt standen.

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